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Ansitz Steinbock – Gourmet & Design mit Geschichte

Boutique Hotel Südtirol - Ansitz Steinbock

Design hinter historischen Mauern mit 12 Luxus-Suiten | Villanders | Eisacktal | Südtirol

Alle Fotos in unserem Artikel “Boutique Hotel Südtirol – Ansitz Steinbock”: © Alex Filz

Schon beim Betreten weckt das geschichtsträchtige Bauwerk im Herzen des Dorfes den Entdeckergeist. Von der Zeit gezeichnete Holzvertäfelungen, Steine, vor Jahrhunderten aufeinander gesetzt, verwinkelte Räume.

Alles erzählt von den vielen Tagen, die man hier – in Villanders – schon zusammen saß. Gleichzeitig füllt etwas Frisches die Luft.

Begrüßt einen die Gastgeberin, kann man auch schnell ahnen, wer jeglichen angestaubten Pathos aus dem Ansitz Steinbock vertrieben hat. Herzlich, offen und mit einem strahlenden Lächeln  – Gastgeberin aus Leidenschaft und mit einer unglaublichen Geschichte in petto.

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Der Ansitz Steinbock ist eines der ältesten Gebäude in Villanders, sein Grundstein wurde bereits im 12. Jahrhundert gesetzt. Im Laufe der Zeit war es Verwaltungsgebäude, Gericht und schließlich Gasthaus. Man verbindet viel mit dem Gemäuer, hier im Ort.

Elisabeth Rabensteiner ist zehn Jahre alt, als ihr Vater das Haus in ihrem Heimatdorf kauft. „Es sollte nicht in fremde Hände gehen.”

Die Familie ist eigentlich in der Baubranche tätig, will den Ansitz irgendwann wieder verkaufen, wenn sich jemand findet, der hierher passt. Zwei Jahre passiert nichts. Dann wird der Ansitz Steinbock verpachtet.

Währenddessen macht die vierzehnjährige Elisabeth ein Praktikum in einem Restaurant und fängt zwischen heißen Töpfen und Pfannen Feuer für die Gastronomie. „Oder eigentlich hat mich eher das Gastgeber-Dasein fasziniert.“

Sie besucht die Hotelfachschule und zieht mit fünfzehn von zuhause aus. „Ich war ein Wildfang.” Als Elisabeth neunzehn wird, setzen die Eltern ihr die metaphorische Pistole auf die Brust: Entweder sie steigt im Ansitz Steinbock, damals ein typisches Südtiroler Gasthaus, mit ein oder das Haus wird verkauft.

„Sie wollten mich wohl ein wenig bändigen“, lacht Elisabeth. Die junge Frau willigt ein, mit der Voraussetzung, dass ihr der Ansitz Steinbock sofort überschrieben wird. „Ich wollte das auf meine Art machen.“

Elisabeths Art: Mutig und von Haus aus mit einem guten Gespür für Orte und Menschen ausgestattet. In den kommenden Jahren entwickelt sie so ein Gefühl für den Ansitz Steinbock.

Nach vier Jahren geht Elisabeth die erste große Veränderung an. Das Gasthaus „so typisch, mit Schlutzkrapfen und Knödel“ wird auf Gourmet umgestellt. Mit Erfolg. In den kommenden sechs Jahren wird die Küche des Ansitz Steinbock weit über Villanders hinaus bekannt.

Tatsächlich schafft sie es auch, die feinen Speisen in dem rund 2000 Seelen Dorf anzusiedeln, ohne die Dorfgemeinschaft auszuschließen. „Es ist das einzige Dorfgasthaus.“ Der Bauer soll hier auch seinen Mittagstisch und die Mutter ihren Cappuccino bekommen, sagt Elisabeth. „Ein Haus von Freunden für Freunde“.

Doch eine Sache nagt an der jungen Gastgeberin. Während sich unten Fine Dining und Südtiroler Tradition die Hände reichen, wollen die angestaubten Gästezimmer im Obergeschoss nicht mehr so richtig zum Konzept passen. „Das ist wie in der Stube BMW fahren, aber in den Zimmern steht ein Fiat Panda.“

Elisabeth wäre nicht Elisabeth, wenn sie nicht bereits eine Lösung für dieses Problem hat. Sie plant einen großen Anbau, mit 45 Suiten, Wellnessbädern und Sauna. Als Geschäftsfrau ein kluger Schachzug, doch während der Planungsphase beschleicht Elisabeth ein mulmiges Gefühl und schließlich sagt sie alles ab.

„Ich hab mich damit gar nicht identifizieren können“. Das Haus ist in den Jahren an Elisabeth übergegangen, oder Elisabeth an das Haus – wie man möchte. Sie will etwas mit Identität schaffen. Ihrer eigenen, der von Villanders und der des Ansitz Steinbock.

Erst fünf Jahre später, im Frühjahr 2022, wird ihr Herzensprojekt schließlich realisiert. Ganz anders, als es noch einige Jahre vorher geplant war. Elisabeth entscheidet sich für einen mutigen Rückbau, für “weniger” anstatt “mehr”.

Dafür aber umso exklusiver. Zwölf Suiten entstehen. Gotisches Bauwerk liebäugelt mit zeitgenössischer Architektur. Südtiroler Handwerk trifft auf edles Design. Teilweise lädt eine private Sauna und die freistehende Badewanne zu entspannten Momenten in größter Intimität ein. „Jede ein Einzelstück.“

So individuell und durchdacht, dass man sie wohl gar nicht mehr verlassen würde, wenn einen ein Stockwerk tiefer nicht so gutes Essen und herzliche Gastfreundschaft erwarten würde.

„Ich wollte etwas Einzigartiges schaffen. Das nicht nur den Gaumen, die Sinne, sondern auch die Herzen berührt.“ Nun, das ist unserer Gastgeberin allemal gelungen.

Kulinarisches Konzept im Ansitz Steinbock

Die kulinarische Ausrichtung bestimmt das Herz des Hauses – und das in gleich zwei Restaurants. Im Stain á la Carte werden mittags und abends, wie der Name schon verrät, einzelne Gerichte serviert. „Gedacht als gleichwertige Alternative zum Fine Dining“.

Deshalb gibt es hier hausgemachte Pasta oder traditionelle Knödel, die jedem Foodie das Herz aufgehen lassen. „Soulful food“ sagt man im Stain dazu. Der Name geht übrigens auf die Schreibweise des einstigen Wirtshaus „Stainbock Wirtstafern“ zurück, das schon 1750 in der gemütlichen Stube beherbergt wurde.

Wer sich für das Fine Dining in den Defregger-Stuben entscheidet, der kann zwischen drei unterschiedlichen Menüs wählen.

Das klassische Menü orientiert sich an den Wurzeln des Hauses. Küchenchef Tomek Kinder dienen heimische Zutaten und Gerichte als Inspiration. Ein kulinarisches Erlebnis der Region, das auch Einheimische begeistert, meint Elisabeth. Das Restaurant hat viele Stammgäste.

Weshalb sich ein zweites Menü, das „Kreativ Menü“ dazu gesellt hat. Hier experimentiert die Küche. „Wenn man schon gestern Mittag und vorgestern Abend Schlutzkrapfen hatte, dann will man auch mal etwas anderes essen.“

Das “Vegetarische Menü” versteht sich nicht als Alternative, sondern als starke, eigenständige Küche und vermag es auch Nicht-Vegetarier zu begeistern.

Das Beste daran: Im Ansitz Steinbock kauft man vorzugsweise lokal ein. „Wir kennen unsere Zulieferer beim Namen.“

Das passt zum Konzept. „Nur das Beste ist gut genug. Lokale Gerichte, modern und kreativ interpretiert mit einem guten Mix aus alpiner und mediterraner Küche mit der Handschrift vom Steinbock“, ist die gängige Kurzfassung von Elisabeth.

Nur acht Tische bietet das Fine Dining Restaurant. Im Sommer kommen noch ein paar auf der Terrasse dazu. Hier oder in den gemütlichen Stuben können sich schnell die Stunden aneinanderreihen, ohne dass man es bemerkt.

Das gelingt auch dank der großartigen Betreuung von Elisabeths Team, bei dem sich auch zwei Sommeliers mit sachkundiger Beratung darum kümmern, dass die Gläser immer gut gefüllt bleiben. Einen entsprechend ausgestatteten Weinkeller gibt es ebenfalls.

Die Suiten

Dass man aus den Suiten des Ansitz Steinbock eigentlich nicht mehr raus möchte, ist keine Plattitüde. Jede ist auf ihre Weise ein Unikat.

„Gäste, die wiederkommen, bitten mich, sie diesmal in einem anderen Zimmer unterzubringen“, sagt Elisabeth. Für die ganzheitliche Steinbock Experience sozusagen.

Jedes Zimmer trägt auch seinen eigenen Namen, benannt nach einer großen Persönlichkeit, die mit der Historie des Ansitz Steinbock zusammenhängt.

Was alle Suiten jedoch gemeinsam haben, ist großzügiger Platz (45 bis 62 Quadratmeter), eine schlichte Formensprache, die perfekt mit dem historischen Bau, dem Gebälk und den hohen Decken harmoniert.

Trotz des puristischen Interieurs strahlt jede Suite Wärme und Geborgenheit aus. Das liegt vielleicht auch an den freistehenden Badewannen oder an den finnischen Saunen, die in vielen der Suiten untergebracht sind. Natürlicher Duft von heimischem Holz, Zirbe und Fichte, erfüllen die Räume.

Wohn- und Schlafbereich sind getrennt und es gibt eine „Honesty Bar“, die gefüllt ist mit Weinen, Spirituosen, Alkoholfreiem und kleinen Snacks.

Neben dem zurückhaltenden Luxus ist eindrucksvoll spürbar, dass hier Menschen mit viel Gespür für die Räume am Werk waren, ein natürliches Gefühl des Wohlbefindens stellt sich nach kürzester Zeit ein. Alles hat seinen Platz, überall ist die Atmosphäre angenehm und entspannend.

Durch das reduzierte Design regt nichts den Geist auf. Man darf zur Ruhe kommen.

Ausstattung

12 Suiten für bis zu vier Personen, teilweise Loggia und freistehende Badewanne sowie private Sauna, Wohnbereich, eigene Bar in jeder Suite, TV, Safe, Wi-Fi, Bluetooth Audio-Anlage.

Frühstück Royale inklusive

Hunde in den Suiten gegen Aufpreis erlaubt.
Der Ansitz ist nicht barrierefrei.

Charming
Charming Luxury
Luxury

Service

Ein erstklassiges Haus braucht ein engagiertes Team. „Wir sind alles lokale Mitarbeiter, die sich mit unseren Werten identifizieren können“, sagt die Chefin des Hauses. „All meine Mitarbeiter sind schon seit Jahren bei mir und das wird von unseren Gästen, die als Freunde gehen, sehr geschätzt.“

In der Tat haben die rund 17 Mitarbeiter*innen Elisabeths Gastgeber-Philosophie übernommen. Frisch und herzlich – immer mit einem guten Gespür für ihr Gegenüber. Im Ansitz Steinbock entsteht dadurch augenblicklich ein vertrautes Miteinander.

Ein Service, der nicht gekauft, sondern gelebt werden muss und den wir an unseren Charmingplaces besonders schätzen.

Doch auch darüber hinaus gibt das Team sein Bestes, alle Wünsche zu erfüllen. Dazu gehören etwa geführte Weinproben im Gewölbekeller oder auch die gelungene Umsetzung einer größeren Feier, wie Hochzeiten oder Firmenessen.

Hierfür steht über den Ansitz Steinbock hinaus noch die Event-Location, eine Hütte auf der Villanderer Alm, mitten in den Bergen, zur Verfügung.

Lage & Umgebung

Der Ansitz Steinbock liegt mitten im Dorfkern von Villanders im Eisacktal, knapp 40 Autominuten von Bozen im Norden von Südtirol.

Ein Besuch in Südtirol empfiehlt auch immer, die spannende Mischung aus Bergwelt und mediterranem Flair zu erkunden. Ein Vorteil von Villanders: Sie können direkt vom Haus  loswandern, zum Beispiel auf die Villanderer Alm.

In unmittelbarer Nähe gibt es auch noch viele weitere schöne Wanderziele. Der Gasthof Birol, das Kloster Säben oder das kleine Städtchen Klausen.

Ein paar Weingüter oder Einkaufsadressen können Sie mit Sicherheit ebenfalls in der Umgebung erkunden und waren Sie schon mal in den Bergen Golfen?

Einen Einkehr bei der Hofmanufaktur Kral mit seinem typisch hergestellten Speck, eine Wanderung zu den „stoanernen Mandln“ oder ein Besuch beim Federkielsticker  in Sarnthein sind außerdem einen Abstecher auf dem Hin- oder Rückweg wert.

Fazit

Der Ansitz Steinbock ist das Ergebnis einer bewegenden Geschichte und gelebter Gastkultur mit der unverkennbaren Handschrift von Elisabeth. Für Designfans, Foodies und alle, die nach einer sinnlichen Erfahrung für den Gaumen und das Herz abseits des Alltags suchen. Ein Charmingplace erster Güte!


Lea Biermann

Lea Biermann

Redaktion

Seit vielen Jahren schreibt Lea für Redaktionen & Unternehmen.
Bei Glücksmomente Charmingplaces erzählt Lea am liebsten über Menschen und ihre Leidenschaft, sowie Bücher oder Filme, die direkt ins Herz gehen.

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