Hagnau am Bodensee: Manuelas persönliche Insider-Tipps rund um Schloss Kirchberg
Insider-Tipps in Hagnau am Bodensee | persönliche Empfehlungen von Gastgeberin Manuela Neuner-Jehle | Wein, Badestellen, Spaziergänge & Ausflüge | rund um Schloss Kirchberg, Immenstaad, Meersburg & Salem
Manuela Neuner-Jehle lebt auf Schloss Kirchberg in Hagnau am Bodensee. Hier ist sie nicht nur Schlossherrin, sondern auch Gastgeberin, leidenschaftliche Weintrinkerin und Expertin des östlichen Bodensees.
Mit dem Schloss Kirchberg hat sich Manuela ihren Lebenstraum vom eigenen Schloss erfüllt, von dem sie jede Fliese und jede Buchsbaumhecke kennt, weil sie hier persönlich Hand angelegt hat. Sie liebt ihre Rolle als Hausherrin der Luxus-Ferienwohnungen im Schloss, weiß um die Besonderheiten der Umgebung, kennt deren einzigartiges Flair und liebt den Seeduft.
Ihre kleinen und großen Glücksmomente teilt sie nicht nur persönlich mit ihren Besuchern, sondern auch mit unseren Leserinnen und Lesern, die diese Ecke des Bodensees entdecken möchten.







Direkt vor der Türe – oder besser gesagt, den Schlosstoren von Schloss Kirchberg – liegt das Winzerdorf Hagnau direkt am Seeufer. In meinem Wahlheimat-Dorf ist es beschaulich, Massentourismus kennen wir nicht. Dafür gibt es eine sehr tief verwurzelte Weinkultur, von der auch die historische Traubenpresse aus dem Jahr 1737 zeugt: unsere größte Touristenattraktion.


Am liebsten bin ich morgens dort, wenn der Ort noch etwas verschlafen daliegt und von den sanften Wellen des Bodensees wachgeküsst wird.
Mein bescheidener Geheimtipp in Hagnau ist der Kiosk am Minigolf Hagnau, mit seiner kleinen Speisekarte und kühlen Getränken. Da holt man sich, was man mag, und genießt dann in der ersten Reihe auf der schönen Mauer unmittelbar am See, um später von dort aus auch direkt ins Wasser zu hüpfen.

Ebenfalls direkt von zu Hause, ist es zu Fuß möglich, den Weinlehrpfad Hagnau zu erreichen, er startet am Rathausplatz von Hagnau. Die vier Kilometer lange Wanderung über den Obst- und Weinwanderweg mache ich gerne, um meine Heimat immer wieder mit anderen Augen zu erleben.
Jedes Mal entdecke ich etwas Neues, denn entlang des Weges sind 25 Infotafeln mit Fotos, Geschichten und Fachkenntnissen rund um die Geschichte des Dorfes und seiner Landwirtschaft angebracht. Je nach Jahreszeit und Gemütsverfassung bin ich dann mehr oder weniger aufnahmefähig für bestimmte Erzählungen und kann in immer neue Geschichten eintauchen, obwohl ich sie ja eigentlich alle schon lange in- und auswendig kennen sollte. Sogar Rezepte hält der Weg bereit: Nachkochen erwünscht!
Am Panoramapunkt lege ich dann immer eine Pause ein – der Blick reicht bis zum Säntis – bevor ich mich wieder auf den Heimweg ins Schloss mache.

Kein Weg führt vorbei am Weingut Aufricht, wenn man bei uns in der Gegend ist und Wein und gute Stimmung liebt. Im „Fräulein Seegucker“ trinkt man Wein zwischen den Reben mit Blick auf den See, es ist einfach bezaubernd. Hausgemachte Gerichte aus regionalen Zutaten, inklusive frischem Fisch aus dem Bodensee, bringen die Aromen der Region auf die Teller und die Weine sind sowieso der Knaller.
Die frohe und leichte Atmosphäre findet ihren Höhepunkt, wenn Gäste sich ans Klavier trauen, das dort steht, und auf Musikerinnen und Musiker wartet, die solche Momente mit ihrem Können begleiten wollen.

Weniger bekannt als das Weingut Aufricht ist das Weingut Schmidt mit seiner Weinbar Pinot.
Ein Insider-Tipp unter den Insider-Tipps, der zu meinen Lieblingsadressen zählt. Schöner kann man nicht auf den See blicken! Auf der herrlichen Terrasse trinkt man den Wein von Schmidt und isst dazu von der kleinen Karte. Das Gebäude selbst ist schon einen Besuch wert, denn seine Architektur ist sehr außergewöhnlich, im positivsten Sinn.
In letzter Zeit hat sich die Pinot Weinbar immer mehr herumgesprochen und ist unter Kennern begehrt, also unbedingt reservieren.

Von Schloss Kirchberg bin ich in wenigen Schritten am Seeufer und kann dort unten am See entlang nach Hagnau oder nach Immenstaad laufen. Es ist ein sehr schöner kleiner Weg, an dem auch immer wieder kleine Buchten liegen.
Hier gehe ich im Sommer fast täglich zum Schwimmen, denn meist hat man so eine Bucht ganz für sich allein und kann, besonders morgens, die Stille und den Kontakt zur Natur genießen. Nur die Wasservögel leisten Gesellschaft. Das sind meine geheimen Plätze, die ich schätze und mit den Schlossgästen teile.

„An einem Tag vom Fußgänger zum Kapitän“ ist der Slogan des SUP- und Bootsverleihs Seewärts in Immenstaad. Für diejenigen, die im Schloss Kirchberg zu Hause sind, könnte die Aussage nicht treffender sein, denn der Verleih ist über den oben beschriebenen Weg entlang des Seeufers in nur 25 Minuten zu Fuß zu erreichen.
Während man als Kapitän für die Motorboote einen eigenen Führerschein braucht, stehen zahlreiche SUPs und Kajaks zur Auswahl, so lässt sich der Bodensee unbeschwert vom Wasser aus erkunden. Sogar einen Grundkurs für SUP und verschiedene Wasserspaß-Pakete gibt es. Sowohl für ruhige Einzelgänger als auch für Gruppen und Wassersportler auf der Suche nach Adrenalin-Kicks ist hier das Richtige dabei.
Das Restaurant Malereck wird von Edith geführt, der Schuppen 13, ein paar Hundert Meter weiter, von ihrem Mann Mariano. Beide Lokale sind direkt am See gelegen. Da schaue ich dann von meiner Pasta ins Wasser und freue mich an der tollen italienischen Küche.
Die Köstlichkeiten bestellen einige auch als Take-away, einschließlich der vielen Segler, die hier vorbeikommen, und sich exzellenten Proviant auf den See mitnehmen. Da bekomme ich immer richtig Lust zum Mitsegeln, was mit Joyce und dem Bodenseeskipper auch tatsächlich möglich ist.

Wenige wissen, dass es in Bodensee-Nähe die Möglichkeit gibt, Berberaffen zu treffen. Nur 20 Minuten Fahrt vom Schloss Kirchberg entfernt leben 200 der Tiere frei in einem 20 Hektar großen Wald.
Wer den Berberaffen besonders nahekommen möchte, der bucht zusätzlich den Gang über den 250 Meter langen Baumwipfelpfad für ein Kennenlernen auf Augenhöhe.
Nicht nur Kinder lieben diesen Ausflug, bei dem es viele interessante Informationen über die Affen und auch über die anderen Tiere des Parks gibt. Hier nistet nämlich auch die größte frei fliegende Storchenkolonie Deutschlands, am Wasservogel-Weiher tummeln sich zahlreiche Vogelarten und es gibt eine Damwildherde.
Zur Erfrischung lockt dann die Affenberg-Schenke mit einem schattigen Biergarten für die Großen und dem Abenteuerspielplatz für die Kleinen.


Eine besondere Verbindung hat das Schloss Kirchberg mit dem Kloster und Schloss Salem. Bereits rein architektonisch ist zu erahnen, dass die beiden etwas gemeinsam haben: Schloss Kirchberg war der ehemalige Sommersitz von Schloss Salem.
Der Grundstein der Anlage wurde im Mittelalter gelegt und die einstige Abtei entwickelte sich zu einer der bedeutendsten der Region. Im 18. Jahrhundert wurde das Anwesen zum Schloss. Heute haben wir das Glück, dass viel von dem prachtvollen Erbe erhalten ist. Kaisersaal, Bibliothek und Wohnung des Abtes beeindrucken mit ihrem Prunk und auch die weitläufige Gartenanlage nach barockem Vorbild steht um nichts nach.
Im Klostermuseum warten Exponate aus über 700 Jahren Klostergeschichte und wer das Schloss mit allen Sinnen erleben möchte, der bucht einen Rundgang durch den Weinkeller mit Weinverkostung.
Wenn man so etwas wie eine Lieblingsburg haben kann, dann ist es für mich die Burg Meersburg. Sie liegt im Zentrum von Meersburg, damit in direkter Seenähe, und ist sehr spannend. Das liegt nicht nur an der märchenhaften Architektur und der bewegten Geschichte, sondern vor allem an den zahlreichen Events, die hier stattfinden.
Rundgänge und Themenführungen sind nur der Anfang: Mit den Wochenenden der „Belebten Burg“ kommt das Mittelalter ins Heute und es wird getanzt, musiziert, gekocht und geschmiedet. Mein besonderes Highlight sind jedoch die Weinproben in der Burg – mit Blick auf den Bodensee.


Noch viel weiter in die Vergangenheit führen einen die Pfahlbauten im ältesten archäologischen Freilichtmuseum Deutschlands. Wie das Leben vor 6.000 Jahren am Bodensee ausgesehen hat, veranschaulicht das Museum und die 23 Pfahlbauten zeigen nachgebildete Dörfer aus zwei Epochen, die über 3.000 Jahre umfassen. Absolut faszinierend!
Zum Museum gehören auch topmoderne Präsentationen, wie die Multimediashow Archeorama, der Museums-Neubau und zahlreiche Events und Aktivitäten für Kinder.

Mit dem Starrluftschiff über den Bodensee fliegen – das ist in Friedrichshafen möglich. In der Geburtsstadt der Zeppeline kann man den Zeppelin Hangar besichtigen, Zeppelin-Souvenirs kaufen, im Hangar-Restaurants speisen und dabei Starts und Landungen beobachten. Und schließlich bleibt nur noch die Qual der Wahl zwischen den verschiedenen Flugrouten.
Am interessantesten finde ich den 120 Minuten langen Zeppelin-Rundflug über den ganzen Bodensee. Bei dieser Gelegenheit gleiten die Blumeninsel Mainau, das Pfahlbautenmuseum, Kreuzlingen, Romanshorn, Arbon, Rorschach und Bregenz unter einem vorbei. Ein unvergessliches Erlebnis für besondere Anlässe.
Erschwinglicher ist ein 30-minütiger Flug über Friedrichshafen, die Evangelische Schlosskirche und deren Kuppeltürme. Adrenalin trifft Geschichte!

Weitere Insidertipps am Bodensee hat Monika Kellermann gesammelt. Sie führt uns vorbei am östlichen Bodensee und bringt uns auf die Blumeninsel, nach Lindau und Lindenberg.
Der Bodensee gehört schon immer zu Anja Fischers Lieblingsorten. Die vielgereiste Gründerin von Glücksmomente-Charmingplaces hat schon einiges erlebt, gesehen und verkostet, doch es zieht sie immer wieder an die Ufer des Schwäbischen Meers. Die schönsten Ferienwohnungen, Boutiquehotels und Erlebnistipps rund um den Bodensee sind von ihr handverlesen und persönlich getestet. Nur das Beste vom Besten kommt in unsere Sammlung.

Lydia Stöflmayr
Texterin & Autorin
Lydia ist freie Texterin, Autorin und Dolmetscherin. Sie liebt es, neue Sprachen, Kulturen und Mentalitäten kennenzulernen. Dabei spielt Sprache eine wesentliche Rolle und eben vor allem die richtigen Worte zu finden. Diese Aufgabe hat sie zu ihrer Profession gemacht.
Der Chefkoch des Seerestaurants Charmingplace Hotel RIVA verrät ein schönes Spargelrezept voll leichter und trotzdem einprägsamer Geschmacksnoten.
Bodenseeskipper lädt die Gäste nicht nur dazu ein, schöne Stunden auf dem Wasser zu verbringen. Hier wird die ganze Leidenschaft um das Segeln erfahrbar.
In Berlin, München, aber auch Konstanz kann man mittlerweile erleben, was Tim Raue für beste Küche hält. Einen bleibenden Eindruck hat der Koch jedoch auch mit seiner öffentlichen Person gemacht – die kontrovers wirkt, aber eigentlich lehrreich ist.
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