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Wasser, Weinberge, Wahrzeichen: Erlebnistipps am deutschen Bodensee

Erlebnistipps Bodensee - Deutschland

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Header-Bild unserer „Erlebnistipps Bodensee“: © shutterstock (shutterstock_1756750331 )

Rund 48 Milliarden Kubikmeter Wasser enthält der Bodensee – eine unvorstellbare Menge. Über vier Millionen Menschen werden aus dem größten See Deutschlands mit Trinkwasser versorgt.

536 Quadratkilometer Seeoberfläche bedeuten: Wasser, soweit das Auge reicht. Kein Wunder, dass das Leben der Menschen im Dreiländereck stark von diesem Element geprägt ist.

Kleine Fischereibetriebe betreiben traditionellen Wildfischfang, außerdem werden im milden Bodenseeklima Obst, Wein und Gemüse angebaut. Heimische Produkte spielen in der Seeküche das ganze Jahr über eine Rolle. Sie werden sicher mehr als einen Urlaub benötigen, um alle Köstlichkeiten zu probieren. An den Speisekarten der Seegastronomie lässt sich die landschaftliche Vielfalt der Bodenseeregion ablesen.

Gastfreundschaft wird groß geschrieben am „Schwäbischen Meer“, wie der Bodensee scherzhaft genannt wird. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurde die grenzübergreifende touristische Zusammenarbeit beschlossen.

Heutzutage vereint die Marke „Vierländerregion Bodensee“ Tourismus-Akteure aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. Unter dem Namen „BodenseeCard Plus“ bietet die Organisation eine pauschale Eintrittskarte für über 160 Sehenswürdigkeiten an, freie Schifffahrt inklusive.

Auch dafür wird es mehr als einen Aufenthalt brauchen…

Damals und heute: Sommerfrische am Bodensee

Historische Spuren aus der Zeit der Sommerfrischler finden sich immer wieder am deutschen Seeufer. So zum Beispiel das Grand Hotel Bad Schachen in Lindau, das seit 1752 als Familienbetrieb geführt wird.

Sein Parkstrandbad, ein architektonisches Juwel des Jugendstils, war die erste Badeanstalt am See, in der Männer und Frauen gemeinsam baden durften. Es ist heute ausschließlich Hotelgästen vorbehalten.

Das benachbarte Lindenhofbad ist frei zugänglich und genauso empfehlenswert. Sein weißer, hufeisenförmiger Baukörper versprüht den schlichten Charme der 50er Jahre. Mehr noch beeindrucken die jahrhundertealten Bäume, welche die weitläufigen Liegewiesen und das Strandcafé beschatten. Das Panorama der Schweizer Alpen ist von hier aus gesehen besonders spektakulär.

Der Bergblick ist generell einer der Vorzüge des deutschen Seeufers, wie auch die zahlreichen Strandbäder. Je nach Infrastruktur sind sie kostenfrei oder gegen eine geringe Eintrittsgebühr nutzbar. Am Bodensee gibt es hauptsächlich Kiesstrände.

Ein echter Geheimtipp ist daher der kleine Sandstrand am Schloss Montfort in Langenargen.

Mein ganz persönlicher Bodensee-Tipp für Architektur- und Wassersport-Begeisterte: Mieten Sie sich im Strandcafé ein Stand-Up-Paddle-Board oder Kanu und erkunden Sie die „Bayerische Riviera“ vom Wasser aus. Auf dem rund sechs Kilometer langen Uferabschnitt seeaufwärts reihen sich über zwei Dutzend Adels- und Bürgervillen unterschiedlicher Stilepochen aneinander.

Landratten wandern die Strecke auf dem Gartenkulturpfad ab, allerdings ohne einen Blick auf das altehrwürdige Jugendstilbad erhaschen zu können.

Moderner und zugleich witterungsunabhängiger baden Sie in der 2021 eröffneten Therme Lindau. Die Wellnesswelt mit Therme, Sauna und Spa sowie einem Sport- und Familienbad lässt keine Wünsche offen – auch kulinarisch nicht. Im Sommer kann zudem das Strandbad mitgenutzt werden.

Der Saunabereich hat einen ganzjährigen Seezugang und ist somit besonders empfehlenswert für Eisbade-Fans.

Weitere Thermalbäder gibt es in Meersburg und Überlingen.

Volle Fahrt voraus Richtung Sonnenuntergang

Weit weniger wackelig als das Stand-Up-Paddeln ist eine Schifffahrt auf dem Bodensee – es sei denn, Sie genießen ein Glas Wein zu viel an der Reling. Auch bei diesem Erlebnistipp haben Sie wieder die Wahl zwischen Tradition und Moderne.

Eine Reise in die Vergangenheit bietet das Art-déco-Motorschiff Oesterreich oder der historische Schaufelraddampfer Hohentwiel. Die Betreibergesellschaft HSB läuft Häfen rund um den See an. Von Immenstaad verkehrt überdies die „Lädine“, ein Nachbau der historischen Lastensegler aus dem 17. Jahrhundert.

Bei der BSB beginnt noch diesen Sommer die klimafreundlichere Zukunft der motorisierten Bodensee-Schifffahrt. Das solarbetriebene Elektroschiff MS Artemis ist das erste seiner Art auf dem See. Gehören Sie zu den ersten Passagieren!

Einer unserer liebsten Geheimtipps ist ein Segeltörn mit dem Bodenseeskipper. Vom Westhafen in Sipplingen erobern Sie je nach gebuchtem Angebot den Untersee oder segeln weiter Richtung Obersee.

Besonders schön: der Sunset-Törn mit Bordübernachtung. Seeromantik pur!

Erlebnistipps Bodensee: Träume und Trauben in bester Lage

Vom Wasser aus lassen sich die Wahrzeichen des deutschen Bodensees am besten bestaunen: märchenhafte Schlösser und Burgen, zumeist eingebettet in akkurat angeordnete Rebreihen.

Gebaute Träume der Aristokratie – einige nach wie vor in adligem Besitz und manche, wie die Burg Meersburg, sogar noch bewohnt.

Andere haben neue Eigentümer und Nutzungen gefunden. So auch unser Charmingplace Schloss Kirchberg, in dessen Ostflügel nun Feriengäste residieren.

Im Mittelalter waren es vor allem Mönche, die Weine anbauten und den Weinbau über die folgenden Jahrhunderte tradierten – wie die Zisterzienser im Kloster Salem. Inzwischen gehört das Weinbaugebiet zum Weingut Markgraf von Baden, das seinen Sitz im Salemer Schloss hat.

Das Staatsweingut Meersburg ist im ehemaligen Reithof des Neuen Schlosses aus dem 18. Jahrhundert untergebracht. An beiden Orten lassen sich Schlossbesichtigung und Weinverkostung vortrefflich miteinander verbinden.

Ein zeitgenössisches Landmark ist hingegen der prämierte Neubau im Weingut Schmidt, in exponierter Aussichtslage oberhalb von Wasserburg. Machen Sie auf jeden Fall einen Abstecher zur gutseigenen Weinbar Pinot!

Wenn Sie mehr über Wein vom Bodensee erfahren möchten, lesen Sie gerne den Tipp unseres Weinexperten. Er hat das Weingut Aufricht in Meersburg besucht und empfiehlt nicht nur dessen Weine, sondern auch wärmstens eine Einkehr im Fräulein Seegucker, der „entstaubten Interpretation einer Besenwirtschaft“.

Die Weinberge lassen sich übrigens ganz wunderbar mit dem Fahrrad oder auf ausgewiesenen Weinwanderwegen erkunden.

Als letzten Tipp sei Ihnen deshalb noch eine Fahrradtour von Hagnau nach Salem ans Herz gelegt. Wenn Sie – zumindest zeitweise – das Wasser dem Wein vorziehen, haben Sie auf der knapp 45 Kilometer langen Rundtour reichlich Gelegenheit in selbiges zu springen. Die 460 Höhenmeter überwindende Strecke führt vom Bodensee an drei kleinen Weihern vorbei, bis der Umkehrpunkt am Schlosssee Salem erreicht ist.

Das gepflegte Naturbad mit Café lädt zum Verweilen ein, der Eintritt ist kostenlos.

Wieder in Hagnau angekommen, bietet sich zur kulinarischen Belohnung das Hafencafé Schloss Kirchberg an. Direkt unterhalb unseres Charmingplaces Schloss Kirchberg Appartements gelegen, treffen Sie hier vielleicht auf die Schlossherrin, die uns diesen Geheimtipp verraten hat.

Mareike Dietrich

Textgestalterin – Autorin

Als Innenarchitektin und Texterin gestaltet Mareike Ideen, Räume und Sprache. Für Glücksmomente Charmingplaces berichtet sie über alles, was ihr am Herzen liegt und sie selbst glücklich macht.

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