Bozner Frühlings-Carbonara
Südtirol ist kulinarisch gesehen dieser eine Ort, an dem man sich nie entscheiden muss. Es ist ein wunderbares Dazwischen: ein bisschen Speckknödel-Nostalgie hier, ein Hauch Dolce Vita dort. Wer hier Urlaub macht, liebt genau diese Mischungen.
Das bringt mich zu einem Klassiker, der im Frühling in Bozen zum Pflichtprogramm gehört: dem Bozner Ei. Normalerweise begleitet die cremige Soße den weißen Spargel, doch in meiner „Bozner Frühlings-Carbonara“ verkuppeln wir das Prinzip mit der römischen Pasta-Tradition.
Der Clou ist das Spiel mit den Konsistenzen. Wir lassen Südtiroler Speck langsam aus und hacken ihn anschließend zu einem feinen Speckstaub. Die Eier werden hart gekocht und dann getrennt durch eine feine Reibe gerieben, sodass sie wie bunte Flocken über die Spaghetti fallen. In der Pfanne verbinden sich grüner Spargel, Zitronenabrieb und Parmesan mit einem Schluck Nudelwasser zu einer glänzenden Emulsion.
Es ist ein Gericht wie eine Wanderung durch die Berge der Region Südtirol. Man startet rustikal und landet bei einer Eleganz, die nach Sonne und Aufbruch schmeckt. In einer Region, in der Schlutzkrapfen und Spaghetti auf derselben Karte stehen, ist diese Mischung kein Verrat, sondern gesunder Menschenverstand. Basta!

Rezept “Bozner Frühlings-Carbonara”
Für 2 Personen / einfach / Zubereitungszeit ca. 25 Minuten
2 Bio-Eier
60 g Südtiroler Speck
1 Bund grüner Spargel
200 g Spaghetti
1 Bio-Zitrone
50 g Parmesan
1/2 Bund Petersilie
Olivenöl
Salz & Pfeffer
Schritt 1: Die Eier in kochendem Wasser für ca. 9 Minuten hart kochen, danach abschrecken und pellen. Das Eigelb und das Eiweiß getrennt voneinander durch eine feine Reibe in kleine Schüsseln reiben und beiseitestellen.
Schritt 2: Den Speck in einer kalten Pfanne langsam erhitzen, bis er sehr knusprig ist. Die Scheiben auf Küchenpapier abkühlen lassen und anschließend mit einem Messer zu feinem Speckstaub hacken.
Schritt 3: Vom grünen Spargel das untere Drittel schälen, die holzigen Enden entfernen und die Stangen schräg in ca. 3 cm lange Stücke schneiden. Die Pasta in reichlich Wasser kochen. Da der Speck und der Parmesan bereits viel Salz mitbringen, das Nudelwasser nur sehr schwach salzen. Kurz vor Ende der Garzeit eine Tasse Nudelwasser abschöpfen.
Schritt 4: Parallel dazu den Spargel in der Speckpfanne ca. 5 Minuten anbraten, bis er bissfest ist. Die Pasta direkt aus dem Topf zum Spargel in die Pfanne geben. Den Abrieb der Zitrone und den fein geriebenen Parmesan vorbereiten. Die Petersilie waschen, trockenschütteln und fein hacken.
Schritt 5: Für die Emulsion den Pfanneninhalt mit einem Schluck Nudelwasser, einem großzügigen Schuss Olivenöl, dem Parmesan und dem Zitronenabrieb bei mittlerer Hitze kräftig schwenken. Bei Bedarf noch etwas Nudelwasser nachgießen, bis eine glänzende, cremige Bindung entsteht.
Schritt 6: Die Pasta auf Tellern anrichten. Zuerst das geriebene Eiweiß und das Eigelb wie feine Flocken darüber verteilen, dann mit dem Speckstaub und der gehackten Petersilie krönen.
Schritt 7: Mit frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken und sofort servieren.
Guten Appetit!


Angelika Schwaff
Food Kolumnistin & Reisebloggerin – Autorin
Angelika hat ihre Berufung gefunden und nimmt ihre Leser mit auf kulinarische Reisen. Unter anderem auch die Leser von ZEIT ONLINE. Sie hat Journalistik studiert, als Dokumentarfilmerin gearbeitet und war bis 2012 Pressesprecherin von Germanwings. Noch immer nimmt sie für gutes Essen jeden Weg in Kauf.
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