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Toskana erleben mit AMOT

Toskana Montaione AMOT

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Vier Jahrzehnte, nachdem der Tourismus in die Toskana kam, hat sich die Toskana dazu entschlossen, den Tourismus neu zu erfinden. Besser gesagt, es waren eine Hand voll Menschen aus einer kleinen Gemeinde 40 Kilometer entfernt von Florenz, die diesen Beschluss gefasst haben. 80 Prozent der Wirtschaft in dieser Gegend stammt aus der touristischen Branche. Ein Geschäft, das vor 30 Jahren seinen Höhepunkt fand und in den letzten zwei Jahrzehnten abflaute, weil günstige Flugpreise die Europäer aus dem benachbarten Norden über die Meere in weitere Ferne lockten.

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„Die Zeiten haben sich geändert“, sagt Francesco Pellegrini. Er ist Teil der Gruppe, die sich AMOT nennt. AMOT steht für „Associazione Montaione Operatori Turistici“. Aber auch für „Amore“, sagt Pellegrini und lacht. Wir sitzen im Garten von „Borgo La Casaccia“, einem typischen toskanischen Ferienanwesen, umgeben von Weinbergen und Olivenbäumen. Pellegrini ist seit einigen Jahren Eigentümer und Verwalter. Davor hat er bei einer Reiseagentur in Florenz gearbeitet. „Es war ein guter Job. Aber aus meinem Bürofenster habe ich immer nur auf eine graue Wand geschaut und jetzt“, sagt er strahlend und weist mit ausladender Geste auf die weiten Hügel, die vor uns liegen. Reich würde man davon nicht, aber es sei ein fairer Tausch gegen die Schönheit, die uns umgibt und die selbst für Pellegrini noch nicht zur Gewohnheit geworden ist.

„La Casaccia“ ist gut besucht in diesem Sommer. Pellegrini grüßt jeden vertraut und insgesamt wirkt die Stimmung familiär. Zum einen mag das an dem freundlichen Temperament des Italieners liegen und zum anderen an der Philosophie, nach der Pellegrini und alle anderen Mitglieder von AMOT arbeiten. „Wir alle wollen unsere Heimat mit unseren Gästen teilen“ sagt Pellegrini. Heimat heißt hier Wein, Zypressen, Grillenzirpen, Olivenöl, gepflasterte Straßen in alten Städten, Straßen mit Schlaglöchern, Staub, blühende, riesige Oleanderbüsche, Motorknattern, große Tische, die sich scheinbar biegen unter der Last der Platten, beladen mit Bruschetta, würzigem Prosciutto und Bistecca, ein Steak nach Florentiner Art. Und natürlich die Menschen, die all das mit Leben füllen.

„Am Ende sind es immer die Menschen“, meint Pellegrini und damit auch sich und die rund 29 weiteren Mitglieder von AMOT. Sie verbindet das Gefühl von Heimat mit Montaione und ihre Arbeit. Es sei also längst an der Zeit gewesen, eine Verbindung wie AMOT zu schaffen, um sich auszutauschen und zu unterstützen. Lange war das nicht möglich, erzählt Pellegrini. „Alle haben gegeneinander gearbeitet. Das ging sogar soweit, dass man nicht den Wein vom anderen trinken wollte.“ Und was hat sich geändert? „Die Zeit, die Leute – ich weiß es nicht“, sagt Pellegrini achselzuckend. „Ich glaube was anders bei AMOT ist, dass wir uns nicht nur wegen der Arbeit treffen, sondern auch um eine gute Zeit zu haben.“

Das toskanische Lebensgefühl ist es, was sie verbindet und was die Menschen bei AMOT auch für ihre Gäste erfahrbar machen wollen. Und das schaffen sie nur gemeinsam. Denn die über hundert Ferienanwesen, Wohnungen und Hotels in der Gegend bieten alle mehr oder weniger Ähnliches. Komfortable Ferien mit einer wunderschönen Aussicht über die toskanische Landschaft und die Möglichkeit zu Tagesausflügen nach Florenz oder Pisa. „Aber das reicht nicht aus“, weiß Pellegrini nach jahrelanger Arbeit in der Branche. „Die Menschen wollen sich verbunden fühlen. Dann kommen sie wieder“.

„Act like a local“ hat sich AMOT deshalb auf die Fahne geschrieben und ein vielseitiges Erlebniskonzept für die Gäste der Mitglieder ausgearbeitet. Sie organisieren Wanderungen durch das blühende Land, Ausritte, Weinproben mit Tania und Luigi Moriniello, Trüffelsuchen, Fahrradtouren oder Kochkurse bei Luciana Masi. Immer mit Einheimischen, die Geschichten erzählen zu ihrem Land und zu den Menschen, die dort leben. „Weil wir jetzt alle zusammenarbeiten, können wir viel mehr bieten“. Mehr und vielseitiger. Außerdem bringt es die Menschen vor Ort und die Gäste zusammen. Schafft Austausch, Nähe und vermittelt das toskanische Lebensgefühl, nachdem jeder sucht, der hier herkommt. Und in dem AMOT das Potenzial für die touristische Zukunft in der Toskana erkannt hat.

Wie in vielen ländlichen Regionen haben gerade jüngere Menschen wenig berufliche Perspektive und die Großstädte locken mit einem aufregenderen Leben. „Die sozialen Medien sind wie ein Fenster in eine andere Welt“, meint Pellegrini. „Das Leben, woher man kommt scheint da nicht so spannend“. Gerade deshalb sei es wichtig, sich daran zu erinnern, wer sie seien und gleichzeitig etwas Neues, etwas Besseres zu schaffen. Viele AMOT-Mitglieder sind Teil dieser neuen Generation. Sie sind sich ihrer Traditionen bewusst, aber offener, gemeinschaftlicher. Die Menschen bei AMOT wollen teilen. Miteinander und mit den Menschen, die sie besuchen. Francesco Pellegrini hat recht. Die Zeiten haben sich geändert. Sie ändern sich noch immer. „Und der erste Schritt war AMOT“.

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Lea Biermann

Lea Biermann

Redaktion

Seit vielen Jahren schreibt Lea für Redaktionen & Unternehmen.
Bei Glücksmomente Charmingplaces erzählt Lea am liebsten über Menschen und ihre Leidenschaft, sowie Bücher oder Filme, die direkt ins Herz gehen.

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