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Österreich

Topfen-Zwetschgen-Knödel mit Haselnuss-Crunch und Vanillesoße

mit Keine Kommentare von Angelika Schwaff Piemont
Topfen-Zwetschgen-Knödel in Haselnussbröseln mit Vanillesoße auf einem Teller

So geht Wochenende: Knödel wie bei Oma

Herbstrezept zur Zwetschgenzeit | vegetarisch | für 2 Personen (8 Knödel) | ca. 45 Minuten | Quark über Nacht abtropfen, Teig 30 Minuten kühlen | einfach | Österreich

Fotos in unserem Rezept "Topfen-Zwetschgen-Knödel": Angelika Schwaff, Beitrag zuletzt aktualisiert im September 2026.

Neulich habe ich mich gefragt, ob wir es verlernt haben, wie man Wochenenden richtig verbringt. Bei mir sind die beiden Tage oft durchgeplant wie eine logistische Meisterleistung. Einkaufen, kochen, manchmal auch noch arbeiten, Freunde treffen, im Garten buddeln, Sport darf auch nicht fehlen. Erst vergangenen Samstag dachte ich, die wahre Kunst des Wochenendes offenbart sich eigentlich erst, wenn man den Kalender komplett ignoriert. Wenn der Morgen ohne Wecker beginnt, die Stunden ohne Zeitdruck verstreichen und man sich einfach im Hier und Jetzt treiben lässt. Also habe ich genau das gemacht. Habe mir mein ein Buch geschnappt, in der Sonne gedöst und abends eine Wanne eingelassen.

Da sich mein Leben ums Essen dreht, koche ich an solch kostbaren Tagen etwas richtig Bodenständiges. Ich liebe Essen, das sich wie eine Umarmung von Oma anfühlt. Das Erinnerungen weckt und ohne jedes Chichi auskommt.

Gedeckter Tisch mit Topfen-Zwetschgen-Knödel in Haselnussbröseln mit Vanillesoße und Getränk

So habe ich einfach mal wieder Topfen-Zwetschgen-Knödel gemacht. Quark hatte ich noch da, den konnte ich gleich am Vorabend noch zum Abtropfen in den Kühlschrank geben. Und Zwetschgen hatte ich gerade erst auf dem Markt ergattert. Jetzt gibt es sie ja überall und sie sind herrlich saftig. In den samtigen Teig gebe ich noch eine winzige Prise Kardamom. Das Finish ist aber noch mal der Clou: Die Knödel werden bei mir in einer Pfanne voller goldbraun gerösteter Semmelbrösel und gemahlener Haselnüsse gewälzt. Und was darf dazu nicht fehlen? Natürlich: eine selbstgeamchte Vanillesoße. Wie bei Oma. 

Damit habe ich mich aufs Sofa verzogen. Und genüsslich ohne Reue den ersten warmen Knödel gemampft. Meine Welt war für einen Moment völlig in Ordnung. So geht Wochenende!

Topfen-Zwetschgen-Knödel in Haselnussbröseln mit Vanillesoße auf einem Teller mit Gabel

Rezept Topfen-Zwetschgen-Knödel mit Haselnuss-Crunch und Vanillesoße

Für 2 Personen / einfach / Zubereitungszeit ca. 45 Minuten (zzgl. 30 Min. Kühlzeit & ca. 15 Min. Garzeit)

Zutaten für Topfen-Zwetschgen-Knödel mit Haselnuss-Crunch und Vanillesoße

250 g Speisequark (Magerstufe) 
2 Vanilleschoten 
40 g weiche Butter 
25 g Puderzucker 
Eine kleine Prise Kardamom
eine kleine Prise Salz 
1 Ei (Größe M) 
75 g Weizenmehl (Type 405)
8 frische Zwetschgen 
8 Stück Würfelzucker 
1/2 TL gemahlener Zimt 
Wasser 
30 g Semmelbrösel (Paniermehl) 
30 g gemahlene Haselnüsse

Für die Vanillesoße
250 ml Milch
1 Vanilleschote
8 g Maisstärke
25 g Zucker
1 Eigelb

Zubereitung des Gerichts

Schritt 1 (am Vortag): Ein Sieb mit einem sauberen Küchentuch auslegen, den Quark hineingeben und über Nacht im Kühlschrank abtropfen lassen. Je trockener der Quark, desto besser hält später der Teig.

Schritt 2: Eine Vanilleschote aufschlitzen und das Mark auslösen. 25 g Butter mit Puderzucker, Vanillemark, Kardamom und Salz cremig schlagen, dann das Ei einarbeiten. Die übrigen 15 g Butter für die Brösel beiseitestellen.

Schritt 3: Quark und Mehl zur Buttermasse geben und nur so lange kneten, bis ein glatter Teig entsteht. Abgedeckt 30 Minuten kalt stellen.

Schritt 4: Für die Vanillesoße 80 ml Milch erhitzen, bis sie leise simmert. Die übrige Milch mit Eigelb, Zucker und Maisstärke verquirlen und das Mark der zweiten Vanilleschote einrühren. Die Mischung unter ständigem Rühren in die heiße Milch gießen und einmal aufkochen. Vom Herd ziehen und Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche legen, damit sich keine Haut bildet.

Schritt 5: Die Zwetschgen waschen, seitlich aufschneiden und entsteinen. In jede Frucht ein Stück Würfelzucker stecken und mit etwas Zimt bestreuen.

Schritt 6: In einem großen Topf reichlich Wasser aufkochen.

Schritt 7: Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle formen und in 8 Portionen schneiden. Jede Portion flach drücken, eine Zwetschge daraufsetzen, den Teig rundherum hochziehen und zwischen den Handflächen zu einer glatten Kugel ohne Risse formen.

Schritt 8: Die Hitze reduzieren, bis das Wasser nicht mehr sprudelt. Die Knödel einlegen und etwa 12 Minuten ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche steigen.

Schritt 9: Währenddessen die übrigen 15 g Butter in einer Pfanne zerlassen, Semmelbrösel und Haselnüsse zugeben und bei mittlerer Hitze rösten, bis sie goldbraun sind und nussig duften.

Schritt 10: Die Knödel mit dem Schaumlöffel herausheben, kurz abtropfen lassen, in den Haselnussbröseln rollen und mit der Vanillesoße servieren.

Dazu passt:
Eine Südtiroler Variante mit Bröseln im Teig hat uns Helene vom Relais Mitterstiller verraten: Helenes Zwetschgenknödel. Weitere Häuser und Genusstipps finden Sie auf unserer Seite zum Urlaub in Österreich.

Das Gericht Topfen-Zwetschgen-Knödel in Haselnussbröseln mit Vanillesoße von oben

Zwetschgenzeit erleben: drei Charmingplaces in Österreich

  • Knödel aus Topfenteig gehören in Österreich zu den Klassikern der Mehlspeisküche
  • PURESLeben: Die Ferienhäuser liegen auf drei Bergen rund um Oberhaag, zwischen Weinbergen und Streuobstwiesen. Beim Ankommen ist der Tisch schon gedeckt, steirische Schmankerl und Weine gehören zum Konzept.
  • DAS EDELWEISS Salzburg Mountain Resort: Im Restaurant Hoamat 78 des Resorts im Großarltal kommen Klassiker der österreichischen Küche auf den Tisch. Beim Viergang-Abendmenü wählen die Gäste zwischen regional, grenzenlos und vegetarisch.
  • Fuchsegg Eco Lodge: Im Gasthaus mit zwei Restaurantstuben in Schetteregg kocht die Küche konsequent regional und nach Saison. Am vier Meter langen Eichentisch treffen sich Gäste zur Käseverkostung oder zum gemeinsamen Brotbacken.
Angelika Schwaff

Angelika Schwaff

Food Kolumnistin & Reisebloggerin – Autorin

Angelika hat ihre Berufung gefunden und nimmt ihre Leser mit auf kulinarische Reisen. Unter anderem auch die Leser von ZEIT ONLINE. Sie hat Journalistik studiert, als Dokumentarfilmerin gearbeitet und war bis 2012 Pressesprecherin von Germanwings. Noch immer nimmt sie für gutes Essen jeden Weg in Kauf.

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