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3 Gründe, warum gutes Olivenöl aus Sardinien kommt

Sardinien Olivenöl

Lange wusste ich nicht, dass es überhaupt ein anderes Öl als Olivenöl gibt. Es mag an der mediterranen Prägung meiner Elternküche liegen, aber Olivenöl gehört für mich zu den elementaren Bestandteilen, wenn es ums Kochen geht. Im Zweifelsfall: Olivenöl. Einer meiner Brüder, der als Kind überaus kritisch mit der Wahl seiner Mahlzeiten war, hat leidenschaftlich gerne Weißbrot mit Olivenöl gegessen. Selbst der größte Gourmet könnte nicht von der Hand weisen, dass das Genuss pur sein kann – mit dem richtigen Olivenöl.

Diese Wahl ist mit Bedacht zu treffen. Die allgemeine Beliebtheit hat dazu geführt, dass Olivenöl gefälscht wird. Und das so gut, dass es nicht zu schmecken ist. Die Süddeutsche empfiehlt: Auf den Preis achten. Ein Liter kaltgepresstes italienisches Olivenöl muss mindestens acht Euro kosten.

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Ansonsten hilft es, sich genau mit der Herkunft auseinander zu setzen. Ein transparenter Hersteller ist auch eine Garantie für Qualität und Originalität. Denn der große Bedarf an italienischem Olivenöl auf dem deutschen Markt hat dazu geführt, dass große Hersteller selbst Oliven importieren und mit ihrer eigenen Ernte mischen, um der Anfrage noch gerecht werden zu können.

Eine gute Adresse für die Suche nach authentisch italienischem Olivenöl ist Sardinien. Hier drei Gründe, warum das so ist.

Die Sarden wissen wie’s geht

Die Basis der mediterranen Küche sind Brot, Wein und Olivenöl. Und das schon seit geraumer Zeit. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass bereits 4000 v. Chr. Olivenöl von Menschenhand produziert und verwendet wurde. Nicht nur zum Verzehr, sondern auch zur Heilung, technisch als Schmiermittel oder im religiösen Kontext. Auf Sardinien soll Olivenöl seit dem siebten Jahrhundert v. Chr. produziert worden sein. Der Prozess hat sich seither kaum verändert. Oliven werden von Hand geerntet. Die Ernte wird gewaschen und im Anschluss mit einer Presse oder zwischen Granitsteinen (kalt) gepresst. Daraus entsteht eine Mischung aus Öl und Saft. Das Öl wird getrennt und abgefüllt.

Vorausgesetzt, die Oliven sind gesund und frei von chemischer Behandlung oder anderen Zusatzstoffen, ergibt diese Herstellung das feinste und reinste Olivenöl. Durch die lange Tradition stellen viele Olivenöl-Bauern auf Sardinien das Öl immer noch so her, und damit ist es absolut Bio-Siegel tauglich. Allerdings tragen viele sardische Öle keines dieser Siegel – einfach weil diese Herstellung der sardischen Norm entspricht. Und damit kommen wir zum zweiten Punkt.

Die Sarden wollen nur das Beste

Die sardische Küche ist wie ihre Köch_innen selbst. Einfach, aber mit einer großen Wertschätzung für Genuss. Das sorgt dafür, dass die Sarden bei den elementaren Bestandteilen ihrer Küche großen Wert auf Qualität legen. So auch beim Olivenöl. Weil andere Basis-Lebensmittel wie Pasta günstig sind, wird beim Olivenöl nicht gespart. In sardischen Küchen findet sich außerdem häufig ein Öl aus einer schlechteren Ernte zum Kochen und ein richtig gutes Öl zum Verfeinern von Speisen.

Zudem haben die Sarden erst im letzten Jahrzehnt mit dem Export begonnen. Davor haben sie vor allem für sich selbst produziert und an’s Festland verkauft. Allein das macht sardisches Olivenöl noch zu einem kleinen Geheimtipp, obwohl es geschmacklich absolut mit den besten Ölen aus -zum Beispiel- Ligurien mithalten kann.

Geschmacklich bewegen sich Sardiniens Olivenöle zwischen grasig, ein wenig tanninhaltig und süßlich bitter. Dem interpretationsfreudigen Gourmet könnte auffallen, dass die vielfältige Kräuterwelt in Sardiniens Wildnis ihre Spuren hinterlässt oder der Geschmack dem der  Artischocke anmutet. Manchmal auf schärfere, manchmal auf süßlichere Weise – aber immer frisch, beinahe fruchtig.

Die Sarden sind gesund

Auf Sardinien werden die Menschen besonders alt, heißt es. Diese Aussage ist natürlich nur eine sehr kurze Zusammenfassung einer ausgeklügelten Studie in den Bergregionen der Insel, die viele Faktoren betrifft. Aber dennoch spielt die inflationäre Verwendung von Olivenöl vielleicht auch eine kleine Rolle, was die Langlebigkeit der Sarden angeht. Denn erwiesen ist, dass hochwertiges Olivenöl voll von essenziellen Fettsäuren und Antioxidanzien ist. Es senkt den Blutdruck, beugt Herzkrankheiten vor und soll sogar das Alzheimer-Risiko senken. Da kann Kokosöl einpacken!

Gute Adressen für sardisches Olivenöl

Ausgezeichnete und besondere Olivenöle aus Sardinien

Olio Extra Vergine Bio Masoni Becciu
(Vom Guida Oli d’Italia 2020 mit zwei Preisen ausgezeichnet)

San Giuliano Alghero
(Vom weltweiten NYIOOC Olivenöl Wettbewerb mit vier Preisen ausgezeichnet)

Olivenöl von der Cooperative Seneghe
(Hier mehr zu den Produktionsbedingungen erfahren)

Besonderer Tipp:

Christine Lucas und Giuseppe Manca haben viele Jahre in seiner Heimat Sardinien verbracht – jetzt sind sie in Deutschland und haben ihre Liebe für sardische Esskultur mitgebracht. Produkte kann man bei ihnen auf dem Markt in Münster erwerben. Online gibt es auch bestes sardisches Olivenöl.

Olivenernte auf Sardinien

Auf dem großzügigen Gelände unseres Charmingplace Cascioni Eco Retreat sind ebenfalls um die 3.000 Olivenbäume beheimatet. Im Herbst ist Olivenernte und Sie können ein Teil von diesem besonderen Erlebnis werden. Die Olivenbauern stehen Ihnen gerne mit Wissenswertem zur Seite und gemeinsam geht es auch zur Presse. Ihr selbst produziertes Olivenöl können Sie dann sogar mit nach Hause nehmen.

Wissenswertes für Olivenöl-Fans

Die Artikel-Reihe (für ZEIT+ Abonnent_innen) „Olivenkrise“ beleuchtet die Lage der italienischen Olivenöl-Branche ausführlich und spannend von allen Seiten. Außerdem geben die Artikel detailliert Aufschluss darüber, wie man ein gutes Olivenöl erkennt. Wenn Sie ein Abo haben, lohnt sich die Lektüre!

Lea Biermann

Lea Biermann

Redaktion

Seit vielen Jahren schreibt Lea für Redaktionen & Unternehmen.
Bei Glücksmomente Charmingplaces erzählt Lea am liebsten über Menschen und ihre Leidenschaft, sowie Bücher oder Filme, die direkt ins Herz gehen.

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