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Herzlich willkommen auf der Sonnenseite der Zugspitze

Erlebnistipps Zugspitze - Lermoos

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Umrahmt von den Lechtaler- und Ammergauer Alpen sowie dem Wettersteingebirge liegt das charmante Dörfchen Lermoos, eines der ältesten Orte im Außerfern, inmitten der faszinierenden Bergwelt der Tiroler Zugspitz Arena.

Unzählige Wanderrouten unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade verlocken im Sommer und Herbst zu traumhaften Touren und im Winter erwarten Sie auf dem Hausberg, dem Grubigstein, traumhafte Skipisten, perfekt gespurte Loipen und rasante Rodelbahnen.

Herbstwanderungen von Bergsee zu Bergsee

Eingebettet in eine überwältigende Naturlandschaft liegen verstreut in der Sonne glitzernde Bergseen, einfach zu erwandern, auch wenn man kein Bergfex ist.

Ein wenig an einen Fjord in Norwegen erinnert der Heiterwanger See auf 976 m ü.d. M., der mit einem 300 m langen Kanal mit dem Plansee verbunden ist, und somit, nach dem Achensee,  die zweitgrößte Wasserfläche in Tirol ist.

Beide Seen laden an warmen Sommertagen zum Baden und Tauchen ein und bis Mitte Oktober bringen die MS Margarethe und die MS Wilhelm die Gäste von einem See zum anderen und erweitern damit die Wandermöglichkeiten.

Der Seebensee ist einer der schönsten Gebirgsseen und liegt auf 1675 m über der Ehrwalder Alm. Die großartige Lage und das türkisfarben glänzende Wasser haben ihm 2017 den Titel «Schönster Platz Tirols» eingebracht.

Ein wenig oberhalb dieses Kleinods liegt, erreichbar über einen schmalen Pfad, auf 1910 m Höhe der Drachensee. Es ist der höchstgelegene See der Zugspitz Arena und selbst im Hochsommer ist das Wasser eiskalt.  

Zum Baden lädt, dank seiner angenehmen Wassertemperaturen, der Mitterersee ein, aber auch der Blindsee, der mit seinem glasklaren Wasser vor allem Taucher anlockt. Wem das Wasser dennoch zu frisch ist, Sonnenbaden mit Blick auf die imposante Bergwelt ist eine wunderbare Alternative.

Zauberhaft verschneite Winterlandschaft, ein Paradies für Wintersportler

Die sieben Bergdörfer Ehrwald, Lermoos, Berwang, Bichlbach, Biberwier, Heiterwang und Namlos sind jedes für sich schon reizvoll, zusammen aber sind sie, dank der Zugspitz Arena, der Hotspot für alpine Urlauber.

Der Hausberg von Lermoos, der Grubigstein, ist Teil der Tiroler Zugspitz Arena und bietet mit seinen 27 schneesicheren Pistenkilometern für jeden Schwierigkeitsgrad die optimale Abfahrt.

Die super gepflegten 131 Loipen-Kilometer sind ein Paradies für Langläufer und wer sich lieber auf das Eis wagt, sei es um Pirouetten zu drehen oder um den Tiroler Traditionssport Eisstockschießen auszuprobieren, in diesem Wintersport-Eldorado ist das alles möglich.

Sie bevorzugen es nicht so anstrengend und heimeliger? Wie wäre es mit einer Pferdeschlittenfahrt durch das verschneite Winterwunderland! Mit zwei PS geht es im langsamen Tempo, abseits des Skitrubels, durch die idyllischen Täler der Zugspitz-Arena.

Wer sportlich aktiv sein möchte, abseits des Pistenrummels, dem empfehle ich eine Schneeschuhwanderung. Um dabei richtig Spaß zu haben, ist es ratsam einen Kurs in der Alpinschule Lermoos zu buchen, denn erst nach einer professionellen Anleitung erlebt man dieses Gefühl, inmitten unberührter Natur über den Schnee zu schweben. 

Traditionelle Handwerksbetriebe bereichern das Urlaubsvergnügen

Egal zu welcher Jahreszeit Sie auf der Südseite der Zugspitze in Tirol Ihren Urlaub planen, Besuche bei traditionellen Handwerkern sind immer eine willkommene Abwechslung zum Ski- oder Wandervergnügen. Häufig entdeckt man dort ein wirklich persönliches Mitbringsel oder eine unvergessliche Erinnerung an einen traumhaften Urlaub.

Weil sich meine sportlichen Aktivitäten in Grenzen halten, habe ich mich auf die Suche nach ganz besonderen handwerklichen Betrieben gemacht. Dabei habe ich Menschen mit viel Leidenschaft und Liebe zu Ihrer Heimat kennengelernt, die mir diese zauberhafte Region Österreichs noch sympathischer gemacht haben.

Nachfolgend kleine Anregungen sowie meine Entdeckungen rund um die Zugspitze.

Messerschmiede Fiedler

Messerschmiede Olaf Fiedler, Schmittenweg 4, Reutte in Tirol

Wer, wie ich, sehr viel Zeit mit der Zubereitung köstlicher Gerichte in der Küche verbringt, für den sind die richtigen Messer das A&O.

Der junge Olaf Fiedler hat sich nach der Matura voll und ganz auf seine Leidenschaft des Messermachens konzentriert. Zwischen 12 und mehr Arbeitsstunden investiert er für die einzigartigen Messer, die er ganz nach den speziellen Wünschen seiner Kunden herstellt. Passionierte Jäger und Köche schätzen seine handgeschmiedeten Messer besonders, weil sie immer scharf sind und das Design einzigartig ist.

Sie haben Lust, sich Ihr eigenes Messer nach Ihren Vorstellungen zu schmieden?

In der Messerschmiede Fiedler in Pflach in Tirol lehrt Olaf Fiedler in einem zweitägigen Workshop, wie ein anspruchsvolles, sehr individuelles Messer entsteht. Für 490 € inkl. Material (Stand 2022) ein sicherlich unvergessliches Erlebnis. Wer ohne persönlichen Einsatz ein hochwertiges, individuelles Messer kaufen möchte, der pfiffige, heute zwanzigjährige Olaf, hat auch einen Onlineshop! Neugierig geworden?

Einen spannenden Einblick in die Arbeit des Messerschmieds Olaf Fiedler erhält man in diesem Video.

Gerberei Margarete Bader

Felle&Leder Lutz, Pfarrweg 13, Weissenbach am Lech

Sie lieben es weich und kuschelig?

Dann ist der Besuch der Gerberei Margarete Bader in Weißenbach eine gute Empfehlung. Die Gerberei wurde 1923 von Bartholomäus Lutz gegründet und sein gleichnamiger Sohn hat sie auf eine Rot- und Weißgerberei erweitert. Nun führt dessen Tochter Margarete Bader den Traditionsbetrieb als Pelz- und Lohngerberei weiter.

In dem einladenden Verkaufsladen findet man garantiert das ideale Geschenk für die Daheimgebliebenen aus hochwertigen Naturmaterialien, allen voran Fellen aus eigener Produktion. Ob schicke Pelzhandschuhe, Fellkissen oder hübsche Felltiere, die Auswahl ist groß und vielfältig. 

Ziegenpeterhof

Ziegenpeterhof, Florina Senftlechner, Lähngraben 10, Ehrwald, Laden geöffnet Di-Sa 16-19 Uhr

Natürlich war ich als genussorientierter Mensch auf der Suche nach besonderen kulinarischen Entdeckungen in der Bergregion Außerfern, und ich wurde fündig.

Das Außerfern unterscheidet sich vom restlichen Tirol nicht nur durch die Landschaft, sondern auch durch die Sprache und den Charakter der Menschen. Das liegt daran, dass früher diese sehr eigenständige Region nur schwer zugänglich war, im Winter fast ausschließlich nur von Bayern und dem Allgäu aus.

Florian Senftlechner ist so ein Urgewächs, jedoch mit Sinn für Innovation. Sein Ziegenpeterhof liegt auf 1000 m Seehöhe am Fuße der Zugspitze und wie der Name bereits verrät, haben Gebirgsziegen, die es hier seit jeher gab, bei ihm ihre Heimat gefunden. Die glücklichen Ziegen leben ganzjährig in dieser herrlichen, unverfälschten Natur und sind daher überaus widerstandsfähig.

Die Heumilch der liebevoll betreuten Ziegen wird von Familie Senftlechner zu köstlichsten Bioprodukten verarbeitet. Ob tagesfrische Bio-Ziegenmilch, köstliches Ziegenpeter-Eis oder finessenreiche Ziegenkäse, unterschiedlich gereift, und nicht zuletzt auch zartes Ziegenfleisch und daraus hergestellte Wurstwaren, all das kann man auf dem Ziegenpeterhof in Ehrwald kaufen, jeweils nachmittags von 16 bis 19 Uhr, außer Sonntag und Montag.

Chocolaterie Amelie

Chocolaterie Amalie, Ludwigstraße 37, Partenkirchen, geöffnet Mo-Fr 9 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr

Ein Ausflug nach Garmisch-Partenkirchen muss sein, man will doch auch die andere Seite der Zugspitze sehen.

Aber es gibt noch einen weiteren Grund, vor allem für Süßschnäbel: die Chocolaterie Amelie. Die Begeisterung für edle Schokolade hatte Konditor Franz Kässer schon immer, doch anfangs waren es klassische Sahnetorten und Gebäck, mit denen er in seinen zwei Konditoreien die Kunden verwöhnte.

Seinen Traum, sich voll und ganz auf Schokolade zu konzentrieren, verwirklichte er 2003 mit der Eröffnung der Chocolaterie Amelie, benannt nach seiner Tochter. Der Erfolg gab ihm Recht, denn bereits 2007 wurde die Chocolaterie Amelie von der Zeitschrift «Der Feinschmecker» ausgezeichnet und 2018 erhielten sie den «Süßen Stern» in Gold für das beste Süßwarengeschäft im deutschsprachigen Raum.

Dieses süße Schlaraffenland in Partenkirchen macht die Kaufentscheidung schwer, denn von exotisch über traditionell, hier hat man die Qual der Wahl. Eine Hommage an die Heimatstadt Garmisch sind «Gapaline» und «Gapalade». Das sind eine Praline und eine Schokolade (jeweils aus Milch- , Zartbitter und weißer Schokolade) aromatisiert mit einer Essenz aus Alpenkräutern und garniert mit getrockneten Gebirgsblüten.

Neben spektakulären Aktionen im Laden, wie ein sprudelnder Schokoladenbrunnen oder eine vierspurige Pralinenautobahn ist Franz Kässer und seinem Sohn Linus, der die Leidenschaft seiner Vaters geerbt hat, die hochwertige Qualität der Kakaobohnen und Nachhaltigkeit ein ganz besonderes Anliegen. Um die Lebensumstände der Kakaofarmer langfristig zu verbessern, beziehen sie seit 2019 die Schokolade von der Cacao-Trace-Initiative, da diese eine nachhaltige und absolut transparente Kakao-Lieferkette garantieren.

Weil Vater und Sohn von der Nougatqualität nicht überzeugt waren, haben sie sich entschlossen, selbst Nougat aus besten, nachhaltigen Materialien herzustellen. Mittlerweile bieten sie zwölf verschiedene Nougatsorten an und für die, die davon nicht genug haben können: einen XXL-Guglhupf aus reinem Nougat mit 2,5 kg.

Um die Herstellung hochwertiger Schokolade, feinster Pralinen und Nougat noch besser zu vermitteln, gibt es im Hauptgeschäft in der Ludwigstraße 37 in Partenkirchen die gläserne Manufaktur. Während des Schokoladen-Shoppings kann man den flinken Händen der Mitarbeiter zusehen, wie die sündigen, süßen Verführungen entstehen.

Sie möchten wissen, warum weiße Schokolade weiß ist, was die Prozentzahl auf der Schokolade bedeutet und vieles mehr rund um Schokolade? Dann empfehle ich Ihnen das Seminar «Reise in die Welt der Schokolade» das jeweils samstags um 9:30 Uhr beginnt und etwa eine Stunde dauert.

Erlebnistipps Zugspitze – Was man auf keinen Fall versäumen sollte

Es erfordert ein wenig Mut und schwindelfrei sollte man zudem sein, wenn man den faszinierenden BlickMitKick auf der highline179 erleben möchte. Belohnt wird man mit einem sensationellen Panoramablick auf die umliegende Alpenlandschaft, die zauberhaften Dörfer im Tal und das Lermooser Moos.

Die 406 m lange freischwebende Fußgängerhängebrücke auf 114 Meter Höhe wurde 2014 im Guinnessbuch der Rekorde als «Längste Fußgängerhängebrücke der Welt im Tibetstyle» ausgezeichnet. Sie verbindet die Burgruine Ehrenberg mit dem Fort Claudia und ist ein Urlaubshighlight, das man so schnell nicht vergisst.

Wenn der Wettergott mitspielt, versäumen Sie keinesfalls von Ehrwald aus mit der Tiroler Zugspitzbahn auf den mit 2962 m höchsten Berg in Deutschland zu fahren. Eine Panoramakabine, die Platz für 100 Personen bietet, überwindet in gerade mal 10 Minuten lautlos einen Höhenunterschied von 1725 m, dabei genießt man einen spektakulären Fernblick auf die Zwei- und Dreitausender der Ostalpen.

Ein Stadtbummel durch die historische Ludwigstraße in Garmisch-Partenkirchen mit den  hübschen, mit traditioneller Lüftlmalerei verzierten Häusern, den vielen kleinen Läden und urigen Gasthäusern vermittelt anschaulich bayerisches Kulturgut.

In dieser heimeligen Flaniermeile  haben die Schwestern Alina und Fee ihren Traum einer eigenen Seifenherstellung verwirklicht. In ihrem Laden Die Seifensieder stellen sie pflegende Seifen her mit natürlichen Aromen, umweltfreundlich verpackt und auf Wunsch personifiziert.

Wenn man Wert auf hochwertiges, handgefertigtes Schuhwerk legt, dann ist die Schuhmanufaktur Zollner eine empfehlenswerte Adresse (Pfarrgasse 3, Garmisch). Im Jahr 1923 vom Großvater gegründet, führt heute sein Enkel Josef Zollner in der dritten Generation diese Traditionsschuhwerkstätte für zwiegenähte Haferlschuhe aus eigener Kollektion.

Weitere wirklich spannende Anregungen für traditionelle Handwerksbetriebe rund um die Zugspitze finden Sie auf der Homepage von Inser Hoamat.

Unter dem Motto «Heimat – Handwerk – Hingabe – I schenk dir was Bsonders» präsentieren sich auf der sympathischen Website über dreißig kleine handwerkliche Betriebe auf ansprechende Weise und jeweils mit Adresse. Nur um einige zu nennen: Holzstiftmanufaktur Da Doni, Handwerk & Design Bauer, Andalui Design, die Quereinsteiger für handgefertigte Leder- und Filzaccessoires, die Töpferei Winsi oder Natursula der Kräuterpädagogin Ursula Höger.

Der Besuch in einem dieser regionalen Handwerksbetriebe ist eine willkommene Abwechslung, wenn sich nach zu viel wandern, skifahren, snowboarden oder mountainbiken der Muskelkater bemerkbar macht. Und beim Entspannen hilft Ihnen sicherlich auch unser Buchtipp Zugspitze.


Monika Kellermann Wein & Genuss - Autorin

Monika Kellermann

Wein & Genuss – Autorin

Monika Kellermann schreibt nicht nur seit vielen Jahren in Artikeln und Büchern über Wein und Genuss. Die Autorin ist auch Expertin für italienischen Lebensstil und kennt die Region rund um den Gardasee besonders gut, da sie dort neben München ihre zweite Heimat gefunden hat.

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