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Klößchen auf Italienisch: Gnocchetti della Valchiavenna

Gnocchetti della Valchiavenna - Rezept Comer See

Ich erinnere mich noch gut an das erste Mal, als ich dieses Gericht essen durfte. Es war auf einer besonderen Reise in die Lombardei, bei der ich etliche Gerichte probieren und in Kochkursen bei älteren Damen auch selbst zubereiten durfte.

Meine Reise führte mich an den Lago di Como und dort vorbei ins schöne Chiavenna. Das malerische Örtchen ist eine Cittaslow, das heißt, hier wird auf einen nachhaltigen Lebensstil Wert gelegt, der sich darauf konzentriert, die Einzigartigkeit der Stadt zu bewahren, die Umwelt zu schützen und die Lebensqualität zu verbessern.

Und das gilt natürlich auch für Speis und Trank. Einmal im Jahr wird das hier im Chiavenna-Tal nördlich vom Comer See auch mit dem Fest „Sagra dei Crotti“ gefeiert.

Crotti sind natürliche Keller in den Felsen des Ortes, die über eine Belüftung verfügen. Diese sorgen für eine konstante Temperatur zwischen 4 und 8 Grad – das ganze Jahr über. Das Naturphänomen wird bei dem Fest mit deftigen Speisen und leckerem Wein zelebriert.

Als Gast bekommt man einen kleinen Weinkrug (den können Sie auch auf den Fotos sehen) ausgehändigt, der dann an den einzelnen Stationen der kleinen Wanderung von Naturkeller zu Naturkeller immer wieder gefüllt wird. Lecker.

Vor Ort bereiten dann lokale Restaurants deftige Schmankerl vor. Schinken, Käse, Eintöpfe, Würste  – und natürlich auch die Gnocchetti, in denen der lokale Käse Formaggino langsam schmilzt und Fäden zieht.

Leider dürfte es schwierig werden, diesen Käse außerhalb der Region ausfindig zu machen. Ein Fontina tut es aber auch. Den Formaggino kaufen Sie dann einfach, wenn Sie selbst im schönen Chiavenna-Tal sind.

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Rezept “Gnocchetti della Valchiavenna”
Für 6 Personen / einfach / Zubereitungszeit ca.  50 Minuten

Zutaten für Gnocchetti della Valchiavenna

800 g Mehl (am besten das typische 00-Mehl aus Italien)
500 ml Wasser
1 Ei
1 Teelöffel Salz plus etwas mehr
100 g Formaggino-Käse, ersatzweise auch Fontina
100 g Butter
Etwas Parmesan
Frischer Salbei
3 Knoblauchzehen
Pfeffer

Zubereitung

Schritt 1: Einen großen Topf mit Wasser und einem gehäuften Teelöffel Salz zum Kochen bringen.

Schritt 2: Das Mehl in eine große Schüssel geben, einen Teelöffel Salz unterrühren, dann das Wasser eingießen, das Ei aufschlagen und hinzufügen. Alles zu einem glatten Teig verarbeiten.

Schritt 3: Den Käse in kleine Würfelchen schneiden, etwas Parmesan reiben und beides beiseitestellen.

Schritt 4: Sobald das Wasser sprudelt, die Teigschüssel neben den Herd stellen und kleine Teigstückchen (vielleicht in etwa so groß wie eine Daumenkuppe) abzupfen und in das kochende Wasser geben. Ab und zu umrühren. So weitermachen, bis die erste Fuhre der Gnocchetti an der Wasseroberfläche schwimmt. Dann mit einer Schaumkelle herausnehmen und beiseitestellen. So weitermachen, bis alle Gnocchetti gekocht sind. Am besten macht man diese Arbeit zu zweit, dann geht es schneller, und spaßig ist es auch.

Schritt 5: Die Butter in einer großen Pfanne schmelzen. In der Zwischenzeit den Knoblauch schälen und pressen. Die Salbeiblätter waschen und trocknen. Große Exemplare ruhig kleiner schneiden. Den Salbei auf mittlerer Flamme in die heiße Butter geben.

Schritt 6: Jetzt auch die Gnocchetti in die Pfanne geben und gut durchschwenken. Wenn sie eine leichte Bräunung haben, den Knoblauch hinzugeben und alles gut durchschwenken. Nach 30 Sekunden auch den gewürfelten Käse in die Pfanne geben und verrühren. Er wird an den heißen Gnocchetti schmelzen.

Schritt 7: Nun die Pfanne vom Herd nehmen, die Gnocchetti  auf den Teller verteilen, frischen Parmesan darüber geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.


Angelika Schwaff

Angelika Schwaff

Food Kolumnistin & Reisebloggerin – Autorin

Angelika hat ihre Berufung gefunden und nimmt ihre Leser mit auf kulinarische Reisen. Unter anderem auch die Leser von ZEIT ONLINE. Sie hat Journalistik studiert, als Dokumentarfilmerin gearbeitet und war bis 2012 Pressesprecherin von Germanwings. Noch immer nimmt sie für gutes Essen jeden Weg in Kauf.

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