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Französisches Eintopf-Glück: Schnelles Cassoulet

mit Keine Kommentare von Angelika Schwaff Südfrankreich
Cassoulet - Rezept Frankreich & Okzitanien

So ein Cassoulet ist, wenn es denn ganz traditionell hergestellt wird, eine regelrechte Schlachtplatte. Normalerweise finden Entenkeulen, große Stücke Schweinefleisch und mehrere Würste Platz zwischen Bohnen, Gemüse und Speck.

Je nachdem aus welcher französischen Stadt das Rezept stammt. Gleich mehrere Städte in Frankreich nämlich behaupten, der Entstehungsort des einzig wahren Cassoulet-Rezepts zu sein.

Cassoulet - Rezept Südfrankreich

Diese Vielfalt hat auch dazu geführt, dass die Franzosen generell recht „leger“ mit der Zubereitung des Eintopfes umgehen. Nur eben meistens nicht mit der Fleischportion. Wir schon … ein bisschen zumindest.

Wir beschränken uns auf Huhn, etwas Speck und ein paar Kochwürste. Selbst damit ist das Gericht noch sehr reichhaltig. Und zudem nehmen wir eine zeitliche Abkürzung, denn wir nehmen ganz frech Bohnen aus der Dose und sparen uns die Einweichzeit.

So steht das deftige Gericht dann eben nicht nach 8 Stunden, sondern „schon“ nach 2 Stunden auf dem Tisch. Bon Appetit!

Cassoulet - Rezept Südfrankreich
Cassoulet - Rezept Südfrankreich

Rezept Südfrankreich: Cassoulet
Für 6 Personen/ Einfach/ Zubereitungszeit: 2 Stunden

Zutaten für Cassoulet

4 Hühnerschenkel
4 Kochwürste
100 g Speck
1 EL Entenfett
600 g weiße Bohnen
250 g Kirschtomaten
2 Karotten
1 Gemüsezwiebel
1 Achtel einer Sellerieknolle
1 Lauch
6 Knoblauchzehen
1 Rosmarinzweig
3 Zweige frischen Thymian
Frische Petersilie
2 Lorbeerblätter
1 El Tomatenmark
800 ml Geflügelbrühe
200 ml Weißwein
Paniermehl
Salz und Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung unseres "schnellen Cassoulet"

Schritt 1: Zunächst das Gemüse vorbereiten. Zwiebel, Karotten, Sellerie und den Knoblauch schälen. Knoblauch und Zwiebel fein hacken, den Sellerie und die Karotten in etwas größere Stücke schneiden. Den Lauch gründlich waschen, der Länge nach teilen, dann zu feinen halben Scheiben schneiden. Die Tomaten halbieren.

Schritt 2: Einen Esslöffel Entenfett in einer großen Pfanne oder einem großen Topf auf mittlerer Stufe erhitzen. Die Hühnerschenkel trocken tupfen, am Gelenk trennen, salzen und pfeffern und von beiden Seiten anbraten. Achtung, dabei kann Fett spritzen! Aus dem Topf entfernen und die Wurst darin anbraten. In der Zwischenzeit den Speck in Würfel schneiden. Die Würste, sobald sie leicht gebräunt sind, aus dem Topf nehmen. Den Speck auslassen, sobald er durchsichtig geworden ist, mit einem Sieblöffel aus dem Topf nehmen. Nun hat sich viel Fett im Topf gesammelt, aber nur zwei Esslöffel davon werden benötigt. Das überschüssige Fett aus dem Topf entfernen und für ein anderes Gericht aufbewahren. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.

Schritt 3: Die Bohnen in einem Sieb abgießen, gut mit Wasser spülen und abtropfen lassen.

Schritt 4: Die Zwiebelstücke im verbliebenen Fett anschwitzen, bis sie glasig werden. Karotten, Sellerie, Knoblauch und Lauch hinzufügen und vier weitere Minuten unter gelegentlichem Rühren braten. Dann das Tomatenmark einrühren und für zwei Minuten rösten. Mit einem Glas Weißwein ablöschen. Die Lorbeerblätter, den Thymian und den Rosmarin dazugeben. Fünf Minuten reduzieren lassen. ­­Schließlich das Huhn und die Würste dazugeben, alles salzen und pfeffern und die Gemüsebrühe angießen. Die Bohnen und die Tomaten ebenfalls in den Topf geben, salzen und pfeffern und alles mit Paniermehl bestreuen und in den Ofen stellen.

Schritt 5: Im Ofen 30 Minuten backen, umrühren. Die Temperatur auf 170 Grad herunterdrehen. Nach weiteren 30 Minuten aus dem Ofen nehmen. Die Kerntemperatur der dickeren Stücke sollte bei mindestens 70 Grad liegen, dies also mit einem Fleischthermometer prüfen oder ein dickeres Stück anschneiden und schauen, ob das Fleisch durchgegart ist. Das Cassoulet fünf Minuten abkühlen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit der frischen Petersilie und frischen Thymianblättern garniert servieren.


Angelika Schwaff

Angelika Schwaff

Food Kolumnistin & Reisebloggerin – Autorin

Angelika hat ihre Berufung gefunden und nimmt ihre Leser mit auf kulinarische Reisen. Unter anderem auch die Leser von ZEIT ONLINE. Sie hat Journalistik studiert, als Dokumentarfilmerin gearbeitet und war bis 2012 Pressesprecherin von Germanwings. Noch immer nimmt sie für gutes Essen jeden Weg in Kauf.

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