Italienisches Soulfood: Acquacotta

Alle Bilder in unserem Rezept für Acquacotta: © Angelika Schwaff
Wenn die „Cucina Povera“, also die italienische Arme Leute Küche, nicht schon längst durch die Umstände der Geschichte erfunden wäre, dann würden wir vieles auf unseren Tellern vermissen.
So auch dieses Gericht aus der Maremma in der südlichen Toskana, einer Region, die früher sehr arm war und deren Küche deshalb mit sehr wenigen Zutaten auskommen musste. Es waren die Hirten, die dieses „gekochte Wasser“ mit auf ihre Touren nahmen und aus wenig viel machen mussten.
Die Suppe hat sich mit dem eingetretenen Wohlstand über die Jahre verändert, Sellerie und Eier sind zum Beispiel dazugekommen – und dennoch ist diese wärmende Suppe immer noch unglaublich einfach. Aber dafür oder gerade deshalb wahnsinnig lecker.
Ob Sie die Suppe nur eine Stunde kochen lassen oder gleich zwei bleibt im Prinzip Ihnen und Ihrem Zeitplan überlassen. Aber je länger die Suppe einköchelt, umso besser.
Meinen kränkelnden Nachbarn aus Italien – meinen Testesser – hat sie auf jeden Fall überzeugt. Er meinte, nach so einer Portion Soulfood wäre er sicherlich morgen wieder fit. Wir drücken ihm die Daumen!
Rezept Acquacotta
Für 2 Personen / einfach / Zubereitungszeit: 1,5 bis 2 Stunden
1 Zwiebel
3 Stangen Sellerie
3 Knoblauchzehen
500 g geschälte Tomaten
4 Scheiben Weißbrot
2 Eier
50 g Pecorino-Käse
Olivenöl
Salz und Pfeffer
Etwas Zucker
Ein halbes Bund Basilikum
Schritt 1: Die Zwiebel und zwei Knoblauchzehen schälen, den Sellerie waschen, trockene Enden abschneiden und eventuelle Fasern abziehen. Alles in sehr feine Würfel hacken.
Schritt 2: Einen schweren Topf auf dem Herd anstellen, den Boden mit Olivenöl bedecken und erhitzen. Zwiebeln, Sellerie und Knoblauch hineingeben und anschwitzen, bis die Zwiebeln glasig geworden sind. Die Tomaten dazugeben, alles salzen und mit 1,5 l Wasser auffüllen. Zum Kochen bringen, dann die Flamme herunterdrehen, sodass alles nur noch simmert und den Deckel auflegen.
Die Suppe nun mindestens eine Stunde köcheln lassen, gern auch länger. Ab und an umrühren. Wer nicht so lange warten will, nimmt den Deckel nach einer Stunde ab und lässt die Suppe unter Rühren schön dick einkochen. Nun auch ein paar Zweige Basilikum in die Suppe geben und mitkochen. Mit Salz und Pfeffer und (wer mag) etwas Zucker abschmecken.
Schritt 3: Ein paar Scheiben Weißbrot, am besten natürlich italienisches, auf beiden Seiten rösten oder toasten, dann mit der restlichen Knoblauchzehe einreiben. Die Scheiben in die beiden Teller legen.
Schritt 4: Sobald die Acquacotta-Suppe herrlich eingedickt ist, erneut abschmecken, dann zwei Eier direkt in der Suppe aufschlagen und dort für ein paar Minuten ziehen lassen, bis das Eiweiß gestockt ist.
Schritt 5: Suppe und Eier auf das Brot in die Teller verteilen und frischen Pecorino darüber reiben. Die Acquacotta mit den restlichen Basilikumblättern dekorieren und wer mag, mit noch mehr frischem Brot servieren.
Angelika Schwaff
Food Kolumnistin & Reisebloggerin – Autorin
Angelika hat ihre Berufung gefunden und nimmt ihre Leser mit auf kulinarische Reisen. Unter anderem auch die Leser von ZEIT ONLINE. Sie hat Journalistik studiert, als Dokumentarfilmerin gearbeitet und war bis 2012 Pressesprecherin von Germanwings. Noch immer nimmt sie für gutes Essen jeden Weg in Kauf.
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